Oder im Kontrastprogramm selbes Beispiel zu Hause. Da hab ich auch bisher selten jemanden jubeln hören, dass Olaplex 1 ohne Blondierung/Färbung sonderlich viel bewirkt hätte. Und hab irgendwie auch im Hinterkopf, dass die Moleküle des Wirkstoffs relativ groß sein sollen - vielleicht dringen sie ohne Penetrationsförderer (basische Produkte) nicht oder nur mäßig ins Haar ein...?
Also im Grunde beschäftigt mich die Frage, ob es zwischen Ola 2 und 3 grundlegende Formulierungsunterschiede gibt (abgesehen vom Wirkstoffgehalt) und ob und wie sich die Wirkung evtl. noch steigern lässt.
Eine Theorie wäre, dass Ola 1+2 in Kombi mit Färbung/Blondierung deutlich besser wirken, da die Haare bedingt durch den basischen pH aufgeraut sind und die Moleküle besser eindringen können. Das würde dann auch erklären, warum das Ola-Solo-Treatment weniger intensiv wirkt. Und Folge-Theorie: Vielleicht lagern sich ohne Penetrationsverstärker mehr Moleküle außen an, versteifen das Haar und führen deshalb zu mehr Haarbruch, wie ihn hier im Forum relativ viele Beauties geschildert haben... Da war sehr häufig Ola 1+2 ohne Blondierung/Färbung im Einsatz, weil es eben das Blond-Ergebnis verfälscht bzw. der Entwickler dann hochgesetzt werden müsste. Und dann stellt sich die Frage, ob Ola 3 vielleicht gezielt (noch) basischer eingestellt ist, um auch zuhause unter unkontrollierten Bedingungen noch relativ solide Ergebnisse zu liefern. Und ob sich diese Wirkung sogar noch boosten lässt, durch gezielte Verwendung eines basisch eingestellten Shampoos - so ähnlich wie der saure Toner vor chemischen Peelings, nur gegensätzlich.

Und nicht zuletzt: ob sich durch angepasste Idealbedingungen der mögliche Haarbruch-Alarm als Negativeffekt vermeiden lässt.