Das ist ganz lieb von Dir, vielen lieben Dank dafür!
Interessiert mich auch sehr.
Das ist ganz lieb von Dir, vielen lieben Dank dafür!
Interessiert mich auch sehr.
nochmal was: wenn man jetzt auf alles was aus kinderarbeit hergestellt wird, verzichtet, was passiert dann mit den kindern? sie stehen auf der straße. und müssen ihr geld durch prostitution, betteln, klauen usw. verdienen um nicht zu verhungern.
insofern bringt ein boykott von kinderarbeit gar nichts, das sagt zb auch terre des hommes. besser ist es, faire kleidung zu kaufen, oder bei den modelabes druck in form von emails, unterschriftensammeln usw. zu machen, dass die ihre Produktion umstellen und zb einen mindestlohn garantieren.
wer eher stirbt ist länger tot
Das bei Aldi billige Kleidungsstücke verdächtig sind, gut, darauf kommt man ja. Esprit, die teurer sind heimsen sich die Kohle auch nur ein.
Als ich mal für`s baby einkaufen wollte wäre ich bei Trigema für nur einen Body ca. 20 Euro losgeworden. Ein baby braucht mehr...
Es ist schwierig. Wobei z.B. für kinder cotton people ganz gut ist. Gab`s früher bei dm, jetzt auch nicht mehr in jedem.
Wo kauf Ihr Eure Öko-Stoffe zum selbernähen?
Gruß, Schlaubi
Hallo Mausöhrchen
ja, das stimmt - da streiten sich die Gelehrten...
Ich meine, optimal wäre es ja, wenn die Kinder gar nicht arbeiten müssten, sondern die Erwachsenen anständige Löhne bekämen, damit sie ihre Familien ernähren können, nicht wahr?
Dann könnten die Kinder zur Schule gehen und aus diesem Teufelskreislauf ausbrechen.
Liebe Grüße
Sowka![]()
Alles Menschliche ist im Flusse und gleitet dahin, und was uns im Leben am besten gefällt, das ist gerade das Flüchtigste und Zarteste. (Seneca)
Also mal ganz platt gesagt, wenn ich als Konsument Firmen wähle die darauf verzichten, auf Kinderarbeit, Färbegifte, auch Verzicht auf Spritzmittel beim Anbau etc., unterstütze ich diese Firmen und sie können sich weiter ausbauen, und das darum gehts doch. Diese Firmen bekommen mehr Geld, haben mehr Gewinn und können mehr Arbeitskräfte einstellen, diese wiederum verdienen endlich mal richtiges Geld zu gesunden Bedingungen, deren Kinder können in die Schule und müssen nicht arbeiten usw...
Den Firmen mein Geld zu geben damit sie bessere Bedingungen schaffen können und hier vor Ort Läden meiden die darauf überhaupt nicht schauen ist doch DAS was ich als Konsument beeinflussen kann.
Das bezieht sich ja nicht nur auf Kleidung, sondern auch auf Schmuckverarbeitung und derlei mehr.
natürlich wäre es das beste die kinder müssten gar nicht arbeiten, weil die eltern fair entlohnt werden und das kind stattdessen zur schule statt in die fabrik geht. hier gehts dann aber schon konkret um das problem entwicklungshilfe, und das ist extremst kompliziert. von zig ansätzen hat da keiner bisher gegriffen, da die verschiedenen strukturen in den entwicklungsländern einfach zu kompliziert und vielschichtig sind, so dass die ganzen bisher entwickelten strategien (und da gibts einige!) nicht grade erfolgreich waren. leider - so schlimm es ist - bleibt vielen familien fast nichts anderes übrig als ihre kinder zur arbeit zu schicken. schlimm, wenn das ganze unter menschenunwürdigen bedingungen stattfindet, und noch schlimmer wenn die großen konzerne hiervor einfach die augen verschließen.
DarkLady, mir fiel grad was ein während ich Deinen post las.
Wie heisst denn der Mann - hat letztends auch eine hohe Auszeichnung bekommen - der in seiner Heimat Kredite zu guten Konditionen verteilt als Hilfe zur Selbsthilfe?
Dieses System scheint sehr zu fruchten und auch eben nicht die Symptome zu bekämpfen, sondern die Ursachen schon zu vermeiden - daß also Arbeitslosigkeit der Eltern, wie ich ihn verstanden hab, vor allem alleinerziehende Mütter, Kinder müssen ran etc...im Keim erstickt wird und/oder ein Neuanfang wird dadurch gewährt.
Ok, ist jetzt ein anderes Thema, aber ich kam grad darauf.
also da bin ich auch ein bisi skeptisch.
wenn firmen sagen sie verzichten auf kinderarbeit heißt das u.U. dass sie einfach woanders produzieren, also zb in den USA statt in Indien, und in dem Fall haben die Indischen Kinder/Familien nix davon, wenn deine Klamotten "kinderarbeitsfrei" sind, weil eben das geld an nen ami-arbeiter anstatt an den indischen familienvater gezahlt wird.
ist halt echt scheiße, dass das ganze so ein undurchsichtiger dschungel ist. aber sicher ist es schonmal super, wenn man so sachen wie fair trade unterstützt, damit die großen konzerne endlich mal merken, dass dem verbraucher auch solche sachen nicht ganz unwichtig sind.
wer eher stirbt ist länger tot
Mausöhrchen, naja - kam nicht so ganz raus in meinem post, eigentlich gar nicht, ich meinte Firmen die ihre Stoffe, auch schon ihre Rohstoffe in z.B. Indien, wo auch immer, herstellen lassen, nähen lassen, färben lassen, das dann auch verkaufen.
Und DIESE Firmen sollte man unterstützen, Firmen die transparent herstellen lassen. Also wenn Fa. XY sich die Baumwolle irgendwo kauft sollen dann sämtliche Bedingungen stimmen, angefangen vom Anbau dieser Baumwolle bis über die Herstellung bis zum Endprodukt.
Der Idealfall ist natürlich wenn von A - Z alles in einem Herkunftsland hergestellt wird, wie z.B. einige Glas- oder Ethno-Schmucksachen made in Ghana unter Schirmherrschaft usw.,...und der Erlös geht dann auch nur zu den Herstellern, sprich zu den jeweiligen Familien.
das ist Wirtshauspolemiknochmal was: wenn man jetzt auf alles was aus kinderarbeit hergestellt wird, verzichtet, was passiert dann mit den kindern? sie stehen auf der straße. und müssen ihr geld durch prostitution, betteln, klauen usw. verdienen um nicht zu verhungern.. Sorry, aber so kann man nicht argumentieren, weil Kinderarbeit nicht die Wurzel des Problems sondern der Auswuchs ist.
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absolut richtig!Ich meine, optimal wäre es ja, wenn die Kinder gar nicht arbeiten müssten, sondern die Erwachsenen anständige Löhne bekämen, damit sie ihre Familien ernähren können, nicht wahr?
Dann könnten die Kinder zur Schule gehen und aus diesem Teufelskreislauf ausbrechen.![]()
Genau! nur so kann es gehen!wenn ich als Konsument Firmen wähle die darauf verzichten, auf Kinderarbeit, Färbegifte, auch Verzicht auf Spritzmittel beim Anbau etc., unterstütze ich diese Firmen und sie können sich weiter ausbauen, und das darum gehts doch. Diese Firmen bekommen mehr Geld, haben mehr Gewinn und können mehr Arbeitskräfte einstellen, diese wiederum verdienen endlich mal richtiges Geld zu gesunden Bedingungen, deren Kinder können in die Schule und müssen nicht arbeiten usw...![]()
das Problem ist doch auch, Beispiel Indien und Bangladesh, dass deutsche Firmen wie BASF und BAYER den Kleinst-Baumwollbauern ihr Gift zur Schädlingsbekämpfung viel zu billig und bereitwilleg verkaufen. Gift, das in Deutschland z. B. schon lange Jahre verboten ist und diese Firmen in Asien locker und flockig absetzen. Die Schädlinge werden allerdings viel zu schnell resistent gegen das Gift. Die Bauern können sich neuere, modernere Gifte nicht leisten, spritzen viel mehr von dem alten Pestizid drauf, das ja nimmer hilft, und vergiften sich und ihre Familien.verschiedenen strukturen in den entwicklungsländern einfach zu kompliziert und vielschichtig sind,![]()
Wer einmal die Berichte über die Frauen, die von den hochgiftigen Azofarben(Bayer und Co) in den Bottichen in denen sie Baumwolle mit bloßen Händen färben (!!) so krank werden, dass ihr Erbgut geschädigt wird und Kinder mit schwersten Behinderungen zur Welt bringen, oder die lungenkranken Bauern die das Gift fast ungefiltert einatmen (nur durch ein Tuch vor dem Mund) und mjit 28 Jahren schon schwerste Lungenkrankheiten haben, weil die giftigen Dämpfe sämtliche Kappillaren verätzen, der muss sich einfach fragen, ob er das mit verantworten will!![]()
Er bekam den Friedensnobelpreis und heisst Mohammed Junus ein Wirtschaftsfachmann aus Bangladesch. Er gründete die Grameen Bank die Kleinst- und MicrokrediteWie heisst denn der Mann - hat letztends auch eine hohe Auszeichnung bekommen - der in seiner Heimat Kredite zu guten Konditionen verteilt als Hilfe zur Selbsthilfe?![]()
USA etc. sind für die Produktion viel zu teuer. Und solange nicht angemessene Summen für angemessene Produkte bezahlt werden wird, kann es nicht anders gehen. Solange diese "Geiz ist geil" Mentalität so hoch angesetzt wird, wird es immer Menschne geben die unter ihr leiden müssen.wenn firmen sagen sie verzichten auf kinderarbeit heißt das u.U. dass sie einfach woanders produzieren, also zb in den USA statt in Indien,
Sorry, aber das Thema geht mir viel zu nahe![]()
Jetzt die Liste der Firmen die empfehlenswert sind (aus Schrot und Korn 02/2006. Bitte für Kontaktinfos googeln
Online Shops
Aßmus Natur
Avalon Naturtextil
Deereberg (nach ökologischen Textilien muss dort extra nachgefragt werden -meine Erfahrung-)
Finkhof
Gudrun Sjöden
Hess Natur
LamuLamu
Maas Natur
Natur Versand Kirschke
Lotties Naturtextilien
Panda
Waschbär
Das Biohaus .ch
Janiko Natur
Kunterbunt
Natur + Co
Sport Natur
Buchempfehlungen vielleicht noch:
Gerechte Kleidung - Monika Balzer - Ein Handbuch für Verbraucher
Mode, Marken, Märkte - Marcel Bühler und Elisa Fuchs - ein Arbeitsbuch
Broschüren
Nähen für den Weltmarkt - Frauenarbeit in Freien Exportzonen und der Schattenwirtschaft
Globales Spiel um Knopf und Kragen - Das Ende des Textilabkommens verschärft soziale Spaltungen
Organisaionen
Kampagne für Saubere Kleidung c/o VEM
Fair Wear Foundation (Holland)
engagiert sich für gerechte Arbeitsbedingungen in der Textilbranche
Max Havelaar Stiftung (Schweiz)
fördert fairen Handel von Produkten aus wirtschaftlich benachteiligten Regionen des Südens
Internetadressen habe ich noch. Soll ich auch die?
Coccinelle, vielen Dank für die Adressen!
Auch wg. Mohammed Junus, konnte gestern erst überhaupt nicht richtig zur Ruhe kommen weil mir der Name nicht einfallen wollte .
Bin voll Deiner Meinung.![]()
Coccinelle,
danke! Werd mir mal alles anschauen!
Echt super, daß Du das Thema aufgebracht hast, das beschäfigt mich sowieso zur Zeit! Hab mir vor einigen tagen die *TEXTIL-FIBEL* des Greenpeace-Magazins gakauft, da gehts aber schwedrpumktäßig mehr um Umweltverträglichkeit der Produktion.
ähm ach ja!![]()
danke cocinelle!!!
die plage an der sache ist, das die firmen nicht aus nackter notwendigkeit billigste arbeitskräfte ausbeuten müssen, sondern das an anderer stelle extreme kosten entstehen, die eben durch billigste fertigungskosten ausgeglichen werden müssen.
sprich: die managergehälter orientieren sich nach oben, die arbeitergehälter nach unten.
eine firma wie esprit läßt ja nicht in indien herstellen, weil sie sich bessere arbeitsverhältnisse nicht leisten könnten, sondern weil sie zb hohe marketingkosten haben.
was auf der einen seite finanziell explodiert, explodiert auf der anderen seite an menschen -und umweltschädigung.
als nächstes dann noch die unsitte des internationalen geldmarktes, wo jahr für jahr nach immer höheren renditen geschrieen wird. naja, wie man die erreicht, das blicke ich auch nicht so richtig, aber das ist die geschichte wo konzerne mit millrd. gewinn arbeitnehmer entlassen müssen, weil dadurch der wert ihrer aktien an der börse steigt. ( richtige geldmarkt-auskenner voraus...)
also je billiger der herstellungsprozess, desto mehr geld für die, die eh schon geld haben.
es ist schon so, es klingt immer wider blöd, aber im grunde passiert das, was kapitalismuskritik sagt: die ausbeutung von mensch und umwelt durch das geld.
es gibt natürlich firmen, die auf billige herstellungswege angewiesen sind, aber letztenendes halt ich das für relativ kurzsichtig, wenn man seine produktion in dritte welt länder, respektive länder mit unsicherer politischer führung verlegt.
ich warte darauf, bis die reumütig zurück kommen, weil die infrastuktur doch zu arg fehlt, die willkür der behörden zu sehr lähmt, der kunde nicht mehr ausbeuten lassen will, weil die lohnkosten auch in den armen ländern rasant steigen, weil das alles eine milchmädchenrechnung ist usw
sorry für roman, aber ist doch wahr.. *reg auf*
@coccinelle: Vielen lieben Dank für deine Liste![]()
Wow, super bewegendes Thema!
Ich lese gerade "No Logos" von Naomi Klein. Es geht um die Vermarktung von Produkten und um den Markenkult. Das perfide ist wirklich, das gerade die Markenriesen wie wie Nike und Lacoste (die nun wirklich genug einnehmen) durch die Produzierung in Billiglohnländern in Sweatshops noch mehr einheimsen. Hier brauchen sie sich nicht um Menschenrechte und Naturschutz zu kümmern und haben kaum Steuerabgaben. Echt schlimm!
Aber es ist echt schwierig - gerade wenn man einen bestimmten Look sucht und für einen relativ günstigen Preis - Klamotten zu finden. Ich versuche wenigsten Abstand vom Kauf zu nehmen, wenn "made in China" draufsteht. Es macht mich echt wütend, wie auch unser Staat die Umweltvernichtung und Menschenrechtsverletzung dort fördert!
Verwundere dich über alles; denn alles ist verschieden im Leben und ähnlich im Tode. (Marcel Schwob)
----------------------------
VG, Lunaluna
hier wird das was du schreibst nochmal etwas eingehender erläutert:
http://www.verdi-bub.de/wirtschafts_...reholder_value
danke mohnblume! kurz und knapp erklärt, so kann ich mir das dann auch mal merken..
meinst du vielleicht mohammed yunus? der hat 2006 den friedensnobelpreis bekommen. habe hier noch einen link dazu gefunden.
Mich interessiert das Thema auch. Es ist allerdings sehr umfassend und betrifft eben nicht nur Kleidung, sondern eigentlich alle Waren, man muß ja auch die Investitionsgüter, Transporte, Energiekosten, Vorprodukte etc. berücksichtigen.
Was nützt es, "faire" Kleidung und dann die Lebensmittel beim Discounter zu kaufen, die ja auch bekannt dafür sind, ihre Lieferanten zu drücken.
Die Gesellschaft geht eindeutig in diese Richtung. Der Kommunismus als Gegenmodell ist verschwunden und plötzlich befinden wir uns wieder in der Charles Dickens-Zeit und haben vorindustrielle Zustände. Ausgebeutete Arbeiter, die weltweit miteinander konkurrieren, Kinder, die für 10 Euro verkauft werden..
Wieviel Macht haben wir eigentlich ?
Wir konkurrieren doch auch mit den chinesischen Wanderarbeitern !! Das macht man sich nicht so klar, weil der VW-Arbeiter immer noch seine 50 Euro Stundenlohn erhält. Aber die Konkurrenz läuft über Entlassungen, die Entlassungen, die in unserer Wirtschaft in den letzten 10 Jahren vorgenommen werden, haben den tatsächlichen Stundenlohn quasi gedrückt.
Diejenigen, die keine Arbeit haben, können nicht mal darüber nachdenken, faire Waren zu kaufen. Diejenigen, die noch Arbeit haben, haben Ängste, den Arbeitsplatz zu verlieren (reale Ängste!).
Gesamtwirtschaftlich rettet man nicht viel. Es sind eigentlich nur wenige, die überhaupt darüber nachdenken können, mehr Geld für ihre Waren auszugeben und die mit den Jobängsten versuchen auch, günstig einzukaufen, um Geld beiseite legen zu können für den Fall des Jobverlustes.
Es ist verführerisch, Schuld zuzuweisen (die bösen Manager, die schnäppchengeilen Konsumenten), aber wir stecken da alle in einer Mühle
LG, Bonnie
..
so,
hier noch drei Internetadressen
www.pan-germany.net/baumwolle/de/index.htm
Verzeichnis für Bio-Baumwolle und Bio-Baumwollprodukte
http://www.learn-line.nrw.de/angebot.../thema/ccc.htm
Saubere Kleidung als Thema für Schulen
www.cleanclothes.org
Die internationale Seite der Kampagne für saubere Kleidung: umfassen, in engl. Sprache
Danke, super!
so negativ wie in einer "mühle" würde ich das nicht sehen. fakt ist, wir befinden uns doch wirtschaftlich (und gesellschaftlich usw. usw.) ständig im wandel.
je schneller aber der informationsfluss wird, desto besser funktioniert die aufklärung über solche zustände und der/die einzelne kann handeln.
hier noch ein interessanter link:
http://www.glocalist.com/index.php?i...ash=735114c625
Mohnblume, man macht sich doch wirklich was vor ! Von den Leserinnen dieses Threads werden nur wenige überhaupt "faire" Kleidung kaufen, die meisten nur ein paar Mal, bis der Eindruck der Berichte verblaßt ist. Und selbst wenn man handelt - wer kann das auf allen Ebenen ? Wer selbst näht, wer weiß, wie die Nähmaschine hergestellt wurde ? Und die Stoffe ?
Und selbst wenn man die Kleidung "fair" gekauft hätte, was ist mit den Lebensmitteln ? Was ist mit den Möbeln ? Dem Auto ?
Diejenigen, die sich das leisten könnten, alles aus westlicher Produktion zu kaufen (gibt es ja kaum noch), sind diejenigen, die eben mit diesem kapitalistischen System ihr Geld verdienen - sind die "fair" eingestellt ? Und wenn sie es täten - wie krank wäre das denn ?
Ich recherchiere von Berufs wegen in der deutschen Unternehmenslandschaft herum. Glaub mir, eine Liste von Werken, die auch nur ein halbes Jahr alt ist, ist veraltet. Die Produktionsstätten verschwinden aus Deutschland.
Wir sind gezwungen, Waren einzukaufen, die unter anderen Bedingungen fern von jeder Art von Sozialstaat hergestellt wurde.
Und was ist eigentlich damit gewonnen, wenn einzelne Leserinnen sich ein "gutes Gewissen" mit "fairer Kleidung" erkaufen ? Sie werden sich nicht mehr engagieren, weil sie denken, sie selbst haben fair gehandelt. Im Grunde muß das Problem ganzheitlich gelöst werden. Dazu bräuchte man das Engagement aller, die diese Zustände nicht tolerieren wollen.
Liebe Grüsse, Bonnie
..
@Bonnie! ich glaube halt noch an das gute im menschen![]()
wenn du hier über die suche "esprit" eingibst wirst du feststellen dass es viele userinnen gibt, die die produkte mittlerweile hinterfragen - und das eben nicht nur wegen den ausbeuterischen tendenzen, sondern auch deswegen, weil einfach die qualität nicht so der bringer ist.
eine nicht zu übersehenden zielgruppe der unternehmen sind die "lohas":
http://www.lohas.de/
und die kannst du nicht mehr mit esprit etc. locken.
ich bemerke sie sogar schon hier in diesem forum![]()
Danke für die mail-Adressen!
Ich glaube schon, daß sich nicht alle Leute teurere, faire Produkte kaufen können, auch wenn sie vielleicht gerne möchten. Auch bei Bio ist das schon so.
Ich finde es aber wichtig, daß man versucht irgendwie Druck zu machen, bzw. immer erneut soetwas zu verurteilen!
Schlaubi
.
Geändert von Westwind (26.07.2013 um 14:54 Uhr)
bonnie, ich finde diese -ganz oder gar nicht haltung- völlig unverständlich. das hieße, das nur leute mit viel geld und zeit korrekt konsumieren können.
die alternativ-öko-szene ist auf diese art eine szene geblieben, weil mit deutscher gründlichkeit auf die mit dem finger gezeigt wurde, die sich nicht zu 100 % der szene anpassen oder leider an einer stelle übersehen haben, das die erdbeeren doch aus neuseeland kamen.
dann dürfen also nur die bio kaufen oder faire klamotten tragen die ebenfalls im solarhaus wohnen, sich ausschließlich mit dem fahrrad fortbewegen, niemanden kennen der konventionell angebautes gemüse ißt usw.
ob ich jetzt im rahmen meiner möglichkeiten mich konsumnkritisch verhalte zählt nichts, da ich ja nicht zu dieser 100% szene gehöre.
ehrlich gesagt, mich macht das wütend. nur weil ich nach wie vor selber denke, hab ich kein recht dazu, ökostoff zu kaufen, weil meine nähmaschine von kinderhänden hergestellt wurde?
was für ein bullshit, das ist einfach nur bequem um gar nichts zu tun.
Viv, du hast ja recht ! Es ist besser, etwas zu tun, als gar nichts.
Mich macht nur die gesamte Situation so sauer und ich fühle mich hilflos und denke, alles, was man versucht, ist nur ein Tropfen auf dem heissen Stein![]()
..
bonnie, sorry, das ich mich so aufgeregt hab.. aber wenn man sich immer den ganzen berg vornimmt, wird man ja nie losklettern..![]()
und mit der hilflosigkeit haste ja nicht unrecht, was soll die kleine frau auf der strasse gegen die großen transnationalen konzerne schon ausrichten.
aber mir ist eine frau, die sich ein "ruhiges gewissen" bei amapp erkauft lieber, als jemand der völlig fatalistisch -nach mir die sintflut- denkt.
außerdem.. vlt kauft sie heute bei amapp, morgen nur noch im bioladen, übermorgen hat sie ihre freundinnen angesteckt usw. und zwischendurch gibts einen caramell-kaffee von starbucks, weil der nur da wirklich gut schmeckt..
meinst du eigentlich, das es sinn macht, an firmen zu schreiben, also meinetwegen esprit, das man das nicht gut findet, das die in indien produzieren.. wird einem ja immer mal wieder empfohlen..
ich hab gestern teile der organic-sachen von h+m gesehen, die sind ganz schön.. hing aber nur noch sehr wenig da.
sowas finde ich als konsum-statement gar nicht sooo schlecht, damit kann man h+m klar machen, das man sowas haben will..
oder? wie seht ihr das?
Hallo Vives ist schon richtig, ich finde es gut, man erkauft sich ein gutes Gewissen. Nur so können "faire" Unternehmen weiter bestehen.
Ich habe mich da etwas vergaloppiert.
Irgendwie hatte ich eine nebulöse Vorstellung im Kopf, daß man die Kräfte bündeln muß, um wirklich etwas grundlegend zu ändern.
Jeder muß für sich kleine Schritte vornehmen. Ich unterstütze mit meinem Konsumverhalten alternative Arzneimittel und solche Firmen und kaufe viel mehr Bioware als andere (wenn ich so die Einkaufswageninhalte vergleiche).
Hab mir allerdings vor kurzem erst eine Esprit-Jeans gekauftUnd ich kann mich nicht so richtig durchringen zu Hess-Natur.
Wenn man den Globalkonzernen Briefe schreibt, haben die da wahrscheinlich jemand, der das beantwortet und auch jemand, der das in die Marketing-Strategie integriert. Das nervt mich ja auch so kolossal. Da wird dann vor allem nur geredet und scheinargumentiert und man versucht, die Leute hinters Licht zu führen. Tchibo sagt, daß sie nach den Kinderarbeit-Vorwürfen sofort dem entsprechenden Lieferanten gekündigt haben. Dafür haben sie dann einen neuen Lieferanten, bei dem die Kinderarbeit noch nicht rausgekommen ist..
Aber in manchen Fällen vermögen Briefe durchaus was zu ändern ! Es gibt bestimmt solche Fälle.
Es gibt aber eine Möglichkeit, sie wirklich und empfindlich zu treffen: Konsumverweigerung und Ausweichen auf "faire" Produkte, wo es nur geht. Und wenn es teurer ist, dann eben weniger. Meine Güte, wir haben doch alle 10 Jeans im Schrank ... ??
Liebe Grüsse, Bonnie
..
bonnieich finde konsumverzicht eigentlich auch am wirksamsten. also und lesen, sich informieren und weitererzählen. ich mein, die gegenbewegung gegen ausbeutung durch groß-konzerne ist doch schon recht groß inzwischen und vor allem auch sehr international.
und ich glaub schon noch, das der neoliberalismus als solcher sich auch wieder abschwächen wird. irgendwann wird "gewissen" auch wieder im vorstand "in" sein. eine reine ausrichtung auf "profit" ist eben sehr kurzfristig gedacht und das wissen auch immer mehr wirtschaftsfachleute.
wenn man jetzt alle zusammenrechnet, die sich für konsumkritik interessieren, sind wir bestimmt immer noch in der minderheit, aber damit müssen wir uns wahrscheinlich tatsächlich abfinden.
und das mit den 10 jeans -da hast du sooo recht. da mußte ich nämlich echt in mich gehen. ich muß nicht jede mode mitmachen und unbedingt immer up to date mit meinen klamotten sein. da war ich nämlich schon ziemlich fixiert drauf. und konsumverzicht heißt für mich seit einer weile auch, nicht nur woanders kaufen, sondern auch mal nix. ()
chihiro, die haben echt schöne jeans. bin ganz erleichtert, weil hosen fand ich bisher sehr schwierig.. (mag nicht diese öko-leinen hosen)
Hallo liebe Beauties,
wollte nur mal kurz loswerden, das ich es toll finde, das so ein Thema hier angesprochen wird und auch einige sehr "aktiv" sind!.![]()
Finde ich wirklich klasse-ist leider viel zu selten.
DANKE Euch!
Ich bin auch der Meinung jeder sollte seinen Beitrag leisten.
Je nach Möglichkeiten "kleiner" oder "größer".
Die Bücher von N.Klein und das von F. Grimm sind wirklich klasse!
Lieben Gruß!
http://www.wearewhatwedo.de/
...we are what we do...